Alpenüberquerung Wals-III

Wals­er­weg III — Alpen­über­que­rung in 4 Etappen

Walserweg III - Alpenüberquerung in 4 Etappen Walser und ihre Wege: Vom Tessin durch´s Piemont ins Wallis Die dritte Etappe des historischen Weitwanderweges beginnt im Val Bedretto - das Tal des Tessins. In dieser Woche …

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Wal­ser und ihre Wege: Vom Tes­sin durch´s Pie­mont ins Wallis

Die drit­te Etap­pe des his­to­ri­schen Weit­wan­der­we­ges beginnt im Val Bedret­to — das Tal des Tes­sins. In die­ser Woche erle­ben wir extre­me Kon­tras­te in grü­ner seen­rei­cher Land­schaft, genau­so wie die fas­zi­nie­ren­den Bli­cke in Rich­tung der höchs­ten Gip­fel der Alpen. Wir sind in einer klei­nen Grup­pe unter­wegs und bewe­gen uns abseits der viel began­ge­nen Alpen­rou­ten in teil­wei­se noch ein­sa­men Gegen­den. Top moder­ne Hüt­ten in der Schweiz wech­seln sich ab mit der Tra­di­ti­on der Wal­ser im Pie­mont, beson­ders letz­te­re war­ten mit ihrem Essen auf hohem Niveau auf. Die Wan­der­rou­te und die umlie­gen­den Gip­fel gehö­ren sicher­lich nicht zu den bekann­tes­ten der Alpen — die 4000er in der Umge­bung jedoch schon. Span­nen­der geht es also kaum.

Unver­gess­li­che Wan­der­ta­ge auf dem Wals­er­weg III füh­ren uns vom Tes­sin über das Pie­mont zurück ins Wal­lis — dem Ursprung der Walser

Für wen eig­net sich die­se Tour?

Zwei Abschnit­te unse­rer geführ­ten Berg­wan­de­rung auf den Wals­er­we­gen lie­gen bereits hin­ter uns. Auf die­ser Etap­pe geht es tief ins Wal­lis
und ins ita­lie­ni­sche Pie­mont. Wir wer­den ver­wöhnt mit ita­lie­ni­schem Essen
und wun­der­schö­nen Bli­cken in die ver­glet­scher­te Welt der 4.000er
und zum berühm­ten Mont Blanc.
Das Mat­ter­horn ver­steckt sich noch, aber wir benö­ti­gen ja auf unse­rem letz­ten Abschnitt noch ein Ziel.

Dei­ne Vorteile

Dei­ne Vor­tei­le mit Wil­de Alpentouren

  • Nur 6 — 8 Teil­neh­mer — nicht 12 oder gar 16
  • Über­nach­tung in kom­for­ta­blen Hüt­ten und Berggasthöfen
  • 3 — 6 Gän­ge Menüs 
  • Oft wenig fre­quen­tier­te Wege
  • Beque­me Anrei­se mit der Bahn möglich
  • Gut­schein bei Anrei­se mit der Bahn
Leis­tun­gen
  • Geprüf­te Bergwanderführer
  • 4 x Über­nach­tung im Gast­hof / Berg­gast­hof im Dop­pel- oder Mehrbettzimmer*:
  • Wal­ser Schtu­ba, Casa Fon­ta­na, Berg­ho­tel Chä­s­er­statt

  • Ein­zel­zim­mer auf Anfrage
  • 2 x Über­nach­tung auf Hüt­ten im Mehrbettzimmer:
  • Capan­na Pian­sec­co, Rifu­gio Mar­ga­ro­li

  • Halb­pen­si­on wäh­rend der Tour
  • Rück­fahrt mit dem Post­bus und der Rhä­ti­schen Bahn (auf der Stre­cke des Gla­cier Expres­ses) bis Ulrichen
  • Gut­schein in Höhe von € 40,00 bei Anrei­se mit der Bahn für Dei­ne nächs­te Tour mit uns — sie­he AGB
  • *Die Unter­brin­gung erfolgt bei Ein­zel­bu­chung evtl. im hal­ben Doppelzimmer

Nicht ent­hal­te­ne Leistungen
  • Trink­gel­der für z.B. Bus­fah­rer, Bergwanderführer
  • Ein­kehr und Geträn­ke etc. (ca. € 20,00 — 30,00 / Tag)
  • Gla­cier­ex­press
  • Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung oder Bergsportversicherung
    • Schwie­rig­keit

      Schwie­rig­keits­be­wer­tung die­ser Tour

      Wich­ti­ge Anmerkungen

      Der Wals­er­weg III führt zum Teil durch sehr ein­sa­me Gegen­den. Eini­ge Abschnit­te sind weg­los bzw. füh­ren durch ver­blo­cke­tes Gelän­de. Ins­be­son­de­re beim Über­gang über die Scat­ta Minoia und über den Geiss­pfad­pass hin­un­ter ins Binn­tal. Aus­ge­setz­te und absturz­ge­fähr­de­te Stel­len sind nicht zu erwar­ten. Kur­ze Abschnit­te sind seil­ver­si­chert und mit Lei­tern ver­se­hen. Mit bis zu 1.250 m täg­lich ist eine gute Kon­di­ti­on erforderlich.

      Was bedeu­ten seil­ver­si­chert, aus­ge­setzt, ver­blockt etc? Hier fin­dest Du eine aus­führ­li­che Beschrei­bung von Weg und Gelände. 

      Geplan­ter Ablauf der Tour

      Tag 1 — Val Bedret­to — Capan­na Piansecco
      Von Ulri­chen im Ober­goms fah­ren wir nach All´Acqua im Val Bedret­to. Von hier steigt der Weg auf zur nagel­neu­en Capan­na Pian­sec­co (1.988 m). Dort tref­fen wir auf die für die Schweiz so typi­sche Hüt­ten­ar­chi­tek­tur – man kann sie mögen oder nicht – sehens­wert ist sie alle­mal. Nach einem kräf­te­zeh­ren­den Auf­stieg schlen­dern wir auf dem Aus­sichts­bal­kon hoch über dem Val Bedret­to und der Leven­ti­na der Capan­na Pian­sec­co ent­ge­gen. Unten im Tal gur­gelt der noch klei­ne Tes­sin, der dem Kan­ton sei­nen Namen gab.
      3 h — 600 m rauf / 150 m run­ter — 6 km
       

      Tag 2 — Capan­na Pian­sec­co — Pass­so San Gia­co­mo — Riale
      Wei­ter geht’s auf dem Aus­sichts­bal­kon. Wir que­ren den Tes­sin, der in der Nähe am Nufe­nen­pass ent­springt, gehen zum Pas­so San Gia­co­mo (2.313 m) und las­sen die abge­fah­re­ne Capan­na Cor­no Gries — auch Alpen­raum­schiff genannt — rechts lie­gen. An meh­re­ren klei­ne­ren Seen und an einem gro­ßen Stau­see vor­bei wan­dern wir zum  Rifu­gio Maria Lui­sa. Hier gön­nen wir uns eine Pau­se bevor es hin­un­ter nach Ria­le (1.730 m) ins Val For­maz­za (Pomatt) zur Wal­ser Schtu­ba geht. Der Name sagt es schon, die­ses Tal wur­de von den Wals­ern besie­delt. Doch wir haben Glück, das Essen ist lecker piemontesisch.
      6,5 h — 700 m rauf / 950 m run­ter — 15 km
       

      Tag 3 — Ria­le — Pas­so Nefe­g­liu — Rifu­gio Margaroli
      Wir befin­den uns in der Nähe der schon fast berühm­ten Gran­de Tra­ver­sa­ta del­le Alpi, die hier par­al­lel zu ver­schie­de­nen Wals­er­we­gen läuft. Über den kar­gen Pas­so Nefel­giu (2.582 m) gelan­gen wir zum Rifu­gio Mar­ga­ro­li (2.196 m) am Lago di Van­ni­no. Vom Pass aus ent­de­cken wir den Tödi (3.614 m) und wei­ter im Süd­wes­ten mit der Dufour­spit­ze (4.634 m) den höchs­ten Punkt der Schweiz. Der vor uns lie­gen­de Abstieg ist nun gesäumt von bun­ten Blu­men. Ein kur­zer Abste­cher bringt uns zum Lago Sruer bevor es mit einem letz­ten kur­zen Abstieg zu unse­rem heu­ti­gen Ziel, dem Rifu­gio Mar­ga­ro­li geht.
      5 h — 950 m rauf / 500 m run­ter — 9 km
       

      Tag 4 — Rifu­gio Mar­ga­ro­li — Scat­ta — Minoia — Alpe Devero
      Wie vie­le Seen willst du sehen? So lau­tet unse­re heu­ti­ge Devi­se. Der Weg führt zunächst west­lich des Lago di Van­ni­no vor­bei Rich­tung Scat­ta Minoia auf 2.602 m. Von hier aus genie­ßen wir den Blick auf die Mon­te Rosa Grup­pe — die zweit­höchs­te und flä­chen­mä­ßig größ­te Grup­pe der Alpen. Aber auch das Aletsch­horn (4.193 m) mit dem berühm­ten Aletsch­glet­scher lässt sich bli­cken. Der Weg hin­ab zu unse­rem Etap­pen­ziel ist ab hier nicht immer durch­gän­gig vor­han­den, jedoch abso­lut leicht mach­bar. Bei der Alpe For­no Infe­rio­re bie­gen wir ab und schlän­geln uns  an vie­len klei­nen Seen vor­bei bis zur Alpe la Sat­ta. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Lago Devero im Natur­park Alpe Devero und der Alpe Veglia. Der Park ist für sei­ne Ursprüng­lich­keit bekannt und grenzt im Nor­den an den Land­schafts­park Binn­tal. Wir über­nach­ten in einem urge­müt­li­chen Holzhaus.
      5,5 h — 450 m rauf / 1.000 m run­ter — 15 km
       

      Tag 5 — Alpe Devero — Geiss­pfad­pass — Schmidighischere
      Der Tag star­tet wie­der gemüt­lich, doch spä­ter geht es deut­lich stei­ler als ges­tern zum Geiss­pfad­pass (2.481 m). Zunächst noch im Grü­nen wan­dern wir wei­ter oben deut­lich schrof­fer durch Schutt­hal­den. Zum Aus­gleich beglei­ten uns wie­der unzäh­li­ge Seen. Eine kur­ze Steil­stel­le gilt es über eine 4 m hohe Lei­ter zu über­win­den. Von oben genie­ßen wir dann erst­mals den Blick ins wun­der­schö­ne Binn­tal. Die Seen wer­den immer grö­ßer, aber auch weni­ger. Hin­ter dem Geiss­pfad­see müs­sen wir für ca. 1 Kilo­me­ter steil berg­ab durch eine Schutt­rin­ne, ehe wir danach deut­lich sanf­ter hin­un­ter nach Fäld kom­men. Unse­re Über­nach­tung ist dort oder in Schmidighischere. 
      5,5 h — 1.000 m rauf / 1.050 m run­ter — 12 km
       

      Tag 6 — Schmi­dig­hi­sche­re — Egger­horn — Chäserstatt
      Von Fäld oder Schmi­dig­hi­sche­re wan­dern wir durch lich­ten Lär­chen­wald, der uns immer wie­der schö­ne Aus­sich­ten auf die umlie­gen­de Berg­welt beschert, hin­auf zum Egger­horn (2.503 m). Der Dom mit sei­nen 4.545 m rückt ins Blick­feld. Der Aletsch­glet­scher liegt zum Grei­fen nahe auf der ande­ren Tal­sei­te. Die­sen Anblick kön­nen wir auf dem Grat­weg noch eine Wei­le bestau­nen, bevor wir end­gül­tig abstei­gen. Kurz vor dem Ziel geht es aus dem Rap­pen­tal noch­mal etwas nach oben. Wir über­nach­ten in Chä­s­er­statt auf ca. 1.760 m und genie­ßen den Blick ins Rho­ne­tal. Alter­na­tiv hat die Tour durchs Tal der Bin­na nur ca. 750 Höhenmeter. 
      6,5 h — 1.250 m rauf / 900 m run­ter — 12 km
       

      Tag 7 — Chä­s­er­statt — Ernen — Hän­ge­brü­cke — Fürgangen
      Der letz­te Tag führt uns hin­un­ter nach Ernen – einem wun­der­schö­nen Wal­ser­dorf. Von dort errei­chen wir den Bahn­hof von Für­gan­gen über eine spek­ta­ku­lä­re Hän­ge­brü­cke. Auf der Stre­cke des Gla­cier­ex­press fah­ren wir zurück Rich­tung Aus­gangs­punkt oder begin­nen bereits hier die indi­vi­du­el­le Heimreise.
      2,5 h — 50 m rauf / 650 m run­ter — 6 km

      Bil­der © Wil­de Alpen­tou­ren, Schweiz Tourismus

       

      Häu­fig gestell­te Fra­gen zu unse­rem Walserweg

      Im Rah­men unse­rer Hüt­ten­tou­ren kom­men immer wie­der ähn­li­che Fra­gen auf. Die wich­tigs­ten beant­wor­ten wir mög­lichst indi­vi­du­ell an die­ser Stel­le. Soll­te Dei­ne Fra­ge nicht beant­wor­tet wer­den, ruf uns ein­fach an oder schreib uns eine Mail mit Dei­nen Fra­gen zur gewünsch­ten Tour.

      Wel­che Vor­aus­set­zun­gen bestehen für die Teilnahme?

      Vor­aus­set­zung sind: Gesund­heit, Fit­ness, Tritt­si­cher­heit und Schwin­del­frei­heit All­ge­mei­ne Infor­ma­ti­on zu unse­ren Anfor­de­run­gen.

      Wel­che Schu­he brau­che ich für die­se Tour?

      Hohe Schu­he der Kate­go­rie B/C, die über die Knö­chel ragen, sind am bes­ten geeig­net. Mehr dazu hier: Der pas­sen­de Wanderschuh.

      Was pas­siert bei schlech­tem Wetter?

      Fast alle Wege sind auch bei schlech­tem Wet­ter (z.B. Regen) noch gut begeh­bar. Im Extrem­fall wäre eine alter­na­ti­ve Weg­füh­rung oder ein Ab- bzw. Unter­bre­chen täg­lich mög­lich. Umfah­run­gen sind zum teil sehr umständlich. 

      Gibt es eine spe­zi­el­le Ausrüstungsliste?

      Nein, es gilt unse­re all­ge­mei­ne Aus­rüs­tungs­lis­te. Zu Beginn der Sai­son sind Stö­cke sinn­voll, da wir wahr­schein­lich meh­re­re Schnee­fel­der que­ren. Die­se kön­nen wir in begrenz­ter Zahl zur Ver­fü­gung stellen.

      Benö­ti­ge ich Schwei­zer Franken

      Kar­ten­zah­lung ist nicht immer mög­lich, des­halb soll­test Du auch Schwei­zer Fran­ken dabei haben. Raus­ge­ge­ben wird immer, auch wenn Du in Euro zahlst in Schwei­zer Fran­ken. In der Lan­des­wäh­rung zu zah­len führt zu einem ange­neh­me­ren Miteinander.

      Wilde Alpentouren

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